29 Mär
Kreisliga A Friedenauer TSC Ü50 II vs. BFC Meteor II 3:3
Ansehnliche Vorstellung!
01 Apr
VFB Berlin 1911 - Friedenauer TSC II o.W. 2:0
Heldenhafter Widerstand der 300
Die Lust und Motivation ein Auswärtsspiel am Montagabend bei nasskaltem Wetter gegen einen Gegner zu bestreiten, der mit einem Torverhältnis von 59:12 nach 11 Spielen die Tabelle anführt und zudem noch mit 12 Mann antritt, die alle aussehen als würden sie höchstens 40er spielen, ist jetzt so eher mäßig.
Aber da es bei der Ü50 II ja hauptsächlich darum geht, die Vereinsehre zu bewahren, haben sich natürlich 9 tapfere und unerschrockene Recken auf den Weg gemacht um diese würdig zu vertreten. In der Nachbetrachtung, hatte das ein wenig was von der Schlacht der Spartaner gegen die Perser bei den Thermopylen (480v.Ch). Unsere Bilanz der bisherigen Spiele, die alle ohne Wertung in dieser Saison laufen, ist gelinde gesagt ein einziges Auf und Ab. Nach anfänglichen Packungen haben wir uns etwas fangen können. Insbesondere das letzte Spiel gegen Meteor war ein echter Lichtblick. Heute sollten wir, um es kurz zu machen, mit einer 2:0 Niederlage wieder nach Hause fahren. Aber, so ein ganz normales 2:0 war es dann doch nicht.
Die Gastgeber enorm spielstark, schnell, ball- und passsicher und noch mit großer Laufbereitschaft machten uns von der 1. Sekunde das Leben schwer. Wie schon in der Kabine angesprochen, sollte heute es bei uns vor allem darum gehen, eine mannschaftliche Geschlossenheit, na sagen wir mal zu üben und zu versuchen. So wie es uns schon gegen Meteor sehr gut gelungen ist. In der 5. min kam auch gleich der erste Rückschlag mit dem 1:0, welches durchaus die Qualität hätte zum Tor des Monats gewählt zu werden. Mit dem Ball konnten sie also auch umgehen. Ergebnis aber wie gesagt für uns heute zweitrangig. Wir wehrten uns tapfer und konnten wirklich so gut wie alles vom Tor wegverteidigen, so das der Friedenauer Torwart eigentlich nichts zu tun hatte, außer seine Vorderleute lautstark zu puschen.
Wir lauerten und erspielten uns insbesondere über außen immer wieder gefährliche Möglichkeiten, die entweder vom Torwart exzellent pariert oder doch etwas leichtfertig vergeben wurden. Schon nach ca 15 min sahen unsere Jungs aus als könnte sie eine längere Pause gebrauchen und dazu dann noch der Schock, das der Gegner mit einmal 5 Mann vom Platz nahm und durch neue frische ersetzte. Der Druck immens hoch, doch der Friedenauer Damm hielt und wackelte kein bisschen. Allerdings häuften sich die Einschläge, jedoch ohne zu treffen. Also unsere Defensivarbeit war heute auch Schwerstarbeit, aber das sah wirklich gut aus und Möglichkeiten des Gegners blieben ausschließlich an der Strafraumgrenze stecken. Trotz der knappen Führung und der guten Möglichkeiten durch uns blieben wir unserer Linie treu und konnten so den Respekt und die Gefährlichkeit von uns hochhalten. Der Gegner musste ständig auf der Hut sein, sich einen zu fangen, was uns die dringend nötige Entlastung bescherte. Das 2:0 irgendwann, welches ebenfalls durch eine sehenswerte Einzelleistung entstand, scherte uns kaum. Wir waren ganz bei uns und spielten konsequent die Nervensäge, bis zum konditionellen und körperlichen Limit.
Ich fand, dass das eine extrem gute Mannschaftsleistung war und ich selten so viel Spaß trotz Niederlage hatte. Das Ergebnis geht so auch völlig in Ordnung, wenn man bedenkt wie ungleich das Duell heute war.
Gruß Stephan
Team Leonidas: Neitzel, Blessing, Kriese, Beerli, Böhmchen, Bollermann, Schade, Papadopoulus, Käßemodel